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St. Martin  (aus: Neusser Liederbuch, Herausgeber: Heimatfreunde Neuss e.V., Neuss 1990)

St. Martin, St. Martin, St. Martin ritt durch Schnee und Wind,
sein Roß, das trug ihn fort geschwind.
St. Martin ritt mit leichtem Mut,
sein Mantel deckt ihn warm und gut.

Im Schnee saß, im Schnee saß, im Schnee da saß ein armer Mann

hat Kleider nicht, hat Lumpen an:
"Oh helft mir doch in meiner Not,

sonst ist der bitt're Frost mein Tod!"

St. Martin, St. Martin, St. Martin zieht die Zügel an,
sein Roß steht still beim braven Mann.
St. Martin mit dem Schwerte teilt
den warmen Mantel unverweilt.

St. Martin, St. Martin, St. Martin gibt den halben still,
der Bettler rasch ihm danken will.
St. Martin aber ritt in Eil
hinweg mit seinem Mantelteil.
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Die weiteren vier Strophen sind weniger gebräuchlich:


Sankt Martin, St. Martin, St. Martin legt sich müd’ zur Ruh,
da tritt im Traum der Herr hinzu.
Er trägt des Mantels Stück als Kleid,

sein Antlitz strahlet Lieblichkeit.

 

Sankt Martin, St. Martin, St. Martin sieht in staunend an,

Der Herr zeigt ihm die Wege an.

Er führt in seine Kirch’ ihn ein

Und Martin will sein Jünger sein.

 

Sankt Martin, St. Martin, St. Martin wurde Priester gar

und dient fromm an dem Altar.

Das ziert ihn wohl bis an das Grab,

zuletzt trug er den Bischofsstab.

 

Sankt Martin, St. Martin, St. Martin o du Gottesmann,

nun höre unser Flehen an.

O bitt für uns in dieser Zeit

und führe uns zur Seligkeit.

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weitere weniger gebräuchliche Strophen:

 

Sankt Martin, Sankt Martin, Sankt Martin bald sein Ziel erreicht

und schnell von seinem Rösslein steigt;

Ermüdet legt er sich zur Ruh’;

die Augen fallen ihm gleich zu.

 

Im Traum, im Traum, im Traum schaut er ein glänzend Licht

und eine milde Stimme spricht:

Hab’ Dank, du braver Rittersmann,

für das was du an mir getan.

 

Sankt Martin, Sankt Martin, Sankt Martin ganz verwundert denkt:

Was hab ich heut’ denn weggeschenkt?

Ich hatte weder Geld noch Brot

zu lindern eines armen Not.

 

Da naht, da naht, da naht sich wie die Sonne klar,

umringt von einer Engelschar,

mit Martins Mantel angetan,

der Heiland dem erstaunten Mann.

 

Seht, spricht, seht, spricht, seht, spricht er zu den Engeln dann,

seht dieser brave Reitersmann

hat heut mit aller Freude mir

geschenkt den halben Mantel mir.

 

Wer bist Du? Wer Bist Du? Wer bist Du? fragt Sankt Martin schnell,

da wird’s in seiner Seele hell,

er sieht’s, es ist der Herr der Welt,

der mit der Hand den Mantel hält.

 

Und huldvoll, und huldvoll, und huldvoll schaut er Martin an

und spricht: „Was heute du getan

am Bettler, der am Wege saß,

ich nahm’s für mich, an mir geschah’s.

 

Nimm freudig, nimm freudig, nimm freudig nun auch an den Lohn,

der dir bestimmt auf Erden schon:

Du sollst mein treuer Diener sein

als Bischof in der Kirche mein.

 

Sankt Martin, Sankt, Martin, Sankt Martin ist dann aufgewacht
und hat sich gar nicht lang bedacht,

schon bald die Taufe er empfing

und dann zu lehren aus er ging.

 

Und die ihn, und die ihn, und die ihn hören, folgen gern

und dienen fortan Gott dem Herrn;

die Kirch in neuem Glanz erblüht,

wohin Sankt Martin immer zieht.

 

Sankt Martin, Sankt Martin, Sankt Martin war ein Wundermann,

der allzeit Gutes nur getan,

drum ging er auch ins Himmelreich

bei seinem Tode ein sogleich.

 

Nun feiern, nun feiern, nun feiern alle, groß und klein,

heut mit Gesang bei Fackelschein

sein Fest in Lust und Fröhlichkeit

nach frommem Brauch aus alter Zeit.

(aus Liederschatz für katholische Vereinigungen aller Art. 1904)